Liebe Freunde der laubbedeckten Spielflächen, irgendwie habe ich den Eindruck, als wenn es jedes Jahr mehr abgefallene Blätter gibt ...
... und manche Vereine zur Behinderung des Gegners einen ganzen Trupp Laubbläser bestellen, um der Außenbahn der spielstarken Gäste das Tempo zu nehmen.
Jedenfalls rauscht es kräftig im Blätterwald der Amateurligen und es gab doch die eine oder andere Herbstüberraschung.
Der farbenfrohen Jahreszeit scheinen sich auch die Pfeifenmänner anzupassen, denn auf meinem Streifzug über die Amateurplätze wurden die Akteure reihenweise zum frühzeitigen Duschen geschickt und manche schauten dabei so überrascht wie ein Eichhörnchen, dem man gerade die Nuss geklaut hat.
Überraschend gestaltet sich auch der Auftritt meiner Lieblingsamateure, die als Etagenfrischling wieder den Ligaprimus geben. Da half den aufgebesserten Falken auch kein überdimensionales Stadiongeläuf und kein schwarzer Mann mit Heimspielpfeife. Am Ende setzt sich der Wille dann doch durch. Unfassbar aber wahr, meine Kirchner können sich Herbstmeister taufen und träumen von der nächsten Etage. Aber man soll den goldenen Herbst nicht vor dem müden Frühjahr loben, denn mit 30 Punkten hat man gerade mal den Klassenerhalt geschafft. So wie die Roten, die im Derby in der Rosenau gerade so die Kurve bekommen haben. Das riecht nach einem guten Drittel der Saison auch schon nach der Halbserienananas, weil der hüftsteife Mario schon dreizehn Mal angeschossen wurde und angesichts der gegnerischen Narrenfreiheit wahrscheinlich sogar den Rekord des Bombers knackt.
Der FC Lederhose am Platz der Sonne und für bei den Blauen scheint diese sie mal kräftig um eine Woche später sang und klanglos wieder unter zu gehen. Niemandsland und Fantristess - es ist also eigentlich alles so wie immer.
So wie bei den Bobfahrern, die zum Saisonstart mit den Gegnern noch Schlitten gefahren sind und sich nun als graue Jungmaustruppe zum herrlichen Mittelfeldopfer machen. Naja, damit hat ja auch keiner gerechnet und angesichts der immer wechselnden Personalien und klammen Haushaltskassen wird der Traum vom Oberhaus auch die nächsten Jahre im festen Tiefschlaf weitergelebt. Mal sehen, vielleicht steig ich mit drei Mark fuffzig als Hauptsponsor ein. Vorher habe ich mir jedenfalls fest vorgenommen, zur nächsten Auswärtspartie mit meinem 40 PS Bläser anzutreten und dem Gegner ordentlich die Blätter in den Hintern zu blasen.
In diesem Sinne
Genießt die Farbenpracht solange es noch geht
Euer MFG

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