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Mit Trainer Fastl spielt der MTV Dießen um den Aufstieg mit

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311.01.11|MTV Dießen|MTV Dießen|
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Artikel: Mit Trainer Fastl spielt der MTV Dießen um den Aufstieg mit

MTV Dießen - Fastl hat die kleine Welt am Ammersee in Bewegung gebracht, seit er im Sommer den Trainerposten des unglücklichen Biljal Biljalov übernahm.

Dießen – Manchmal ist es ganz hilfreich, liebe Verwandte zu haben. Frank Fastl kann sich keinen Reim auf die starke Hinserie seiner Mannschaft machen: „Ich weiß es auch nicht.“ Die Tante des Dießener Trainers aber schon. „Das ist phänomenal, die spielen nur für dich“, analysierte die Psychotherapeutin bei einem Besuch im MTV-Stadion die Seelenlage der Dießener Kicker.

Fastl hat die kleine Welt am Ammersee in Bewegung gebracht, seit er im Sommer den Trainerposten des unglücklichen Biljal Biljalov übernahm. Was wie eine Verzweiflungstat von Abteilungsleiter Klaus Steinherr aussah, entpuppte sich bald als echter Glücksgriff. Der neue Coach legte mit seinem Team in der Kreisklasse 4 eine stolze Serie von sieben Siegen in Serie hin und gewann damit die Anerkennung der gesamten Region. „Von den anderen Vereinen sprechen mich Leute an, die sagen, ich hätte einen guten Job gemacht“, berichtet Fastl von zahlreichen Schulterklopfern.

Dass der Männerturnverein nach einem Jahr der Depression auf einmal um den Aufstieg mitspielt, war nicht zu erwarten. Der Kader dünnte vor der Saison mächtig aus, als sich Thomas Widmann und Torwart Reinhold Luister (beide SV Raisting), Tobias Lochbrunner (FC Dettenschwang) und Stefan Strobl (SV Riederau) verabschiedeten und Thomas Fürstner nach England entschwand. Eigenartigerweise brachte der Abschied des Quintetts die Mannschaft nach vorn. „Wir haben Qualität verloren und Teamgeist gewonnen“, so Fastl.

Die Kicker wissen den Stil des Bankangestellten zu schätzen, der es gar nicht versuchte, auf Autorität zu setzen, da er mit den meisten seiner Akteure noch selbst zusammengespielt hat. Statt einer Hierarchie entwickelte sich nun ein Kollektiv, bei dem sowohl der Übungsleiter als auch die Spieler die Verantwortung tragen. „Es ist nicht so, dass ich der Chef bin, und das sind meine Untertanen“, stellt Fastl fest, „es ist ein Miteinander auf Augenhöhe“. Seine jahrelange Freundschaft mit seinem Personal erweist sich dabei als hilfreich.

Wie Fastls-Fußball-Frühling in Dießen weitergeht, steht noch in den Sternen. Im nächsten Jahr wechseln einige A-Jugendliche ins homogene Mannschaftsgefüge. Außerdem geht der Trainer unter die Häuslebauer. Er ist sich unschlüssig: „Ich weiß nicht, wie das funktioniert.“ Klaus Steinherr will Dießens besten Trainer aller Zeiten auf alle Fälle halten.  hch

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