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SF Pasing 03 schlägt DJK Würmtal mit 4:1

SF Pasing mit Befreiungsschlag

SF Pasing - 1:1 stand es bis kurz vor der Pause. Doch ein fragwürdiger Elfmeter und ein umstrittener Platzverweis gaben dem Spiel die entscheidende Wendung.

Till Peters hat hier sinnbildlich die Nase vorn im Duell mit Kretz (l.)

© js

Till Peters hat hier sinnbildlich die Nase vorn im Duell mit Kretz (l.)

Christian Kaminsky hat nach Abpfiff lange nach der passenden Beschreibung für das eben Gesehene gesucht. Erst sprach er von einer Einstellung, die an ein Freundschaftsspiel erinnert habe, arbeitete sich dann über einen „Muttertagskick“ bis hin „zum schlechtesten Spiel, an das ich mich, seit ich hier bin, erinnern kann“. Die von ihm trainierte DJK Würmtal hatte gerade zuhause 1:4 gegen die Sportfreunde Pasing verloren. Denen wollte er trotz des deutlichen Ergebnisses kein besseres Zeugnis ausstellen. „Dieses Spiel hätte keine Tore verdient gehabt“, sagte Kaminsky.

Diskussionswürdige Szene sorgt für Vorentscheidung

Sein Pasinger Trainerkollege Stefan Müller sah das anders: „Wir haben schon etwas mehr getan. Das war nicht einfach Glück“, fand er, wusste aber wohl auch, dass das Resultat nicht zwingend der Leistung entsprach. Die DJK ging in der 18. Minute in Führung , den Schuss von Matthias Thaller hatte Pasings Robert Lang noch abgefälscht. Das 1:1 erzielte Uli Schumacher mit einem Schuss aus 25 Metern, der auch nicht an jedem Wochenende im Tor landet. Viel mehr passierte in der mäßigen Begegnung zunächst nicht, bis zur 43. Minute: Die Sportfreunde bekamen nach einem Zweikampf von Lukas Friedl mit DJK-Verteidiger Dimitrij Friedrich einen mindestens zweifelhaften Foulelfmeter zugesprochen. Ertan Sahinkaya wollte es, wie viele andere Beobachter, nicht glauben, teilte dies dem Schiedsrichter auch mit. Der antwortete mit einer gelben Karte, was Sahinkaya ebenfalls nicht fassen konnte. Nach erneutem Einspruch wurde er vom Platz gestellt. Platzverweis und Elfmeter waren für Kaminsky ebenso unberechtigt wie spielentscheidend, auch wenn er betonte, dass er die Mannschaft mit dieser Kritik am Unparteiischen „keinesfalls in Schutz nehmen“ wolle. Simon Truchsess verwandelte für die Pasinger. Trotz zweier weiterer Treffer durch Florian Rehm (67.) und Kilian Hinzpeter (84.) und gefühlter Überlegenheit relativierte auch Müller das Ergebnis . Er war zwar in der Summe zufrieden, hätte sich aber „von der DJK mehr erwartet“.

Pasing verschafft sich Luft

Die Planegger Gastgeber müssen die angepeilte Verkündung der Rettung verschieben. Pasing hat nur noch zwei Punkte Rückstand auf die DJK und wieder Anschluss an das Mittelfeld, braucht aber weitere Erfolge. Da ist nachvollziehbar, dass Müller das Positive betont, während Kaminsky natürlich einen Weckruf für angebrachter hält.  sr

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