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Gegen Carl Zeiss und die Serie

Unterhaching - Im zweiten Anlauf ging’s gestern nach Thüringen. Schon heute Abend (19 Uhr) wird die am Samstag abgesagte Drittliga-Begegnung der SpVgg Unterhaching beim FC Carl Zeiss Jena nachgeholt.

Schöne Erinnerung: Im Hinspiel vermöbeln (v.l.) Mijo Tunjic, Marcel Avdic, Florian Niederlechner, Michael Vitzthum und die anderen Hachinger den FC Carl Zeiss Jena ordentlich. Das 6:0 ist bisher der höchste Saisonsieg. foto: Robert Brouczek

Unterhaching - Das Spiel in Jena ist keine einfache Aufgabe, da die Hachinger nach zwei Ausfällen in Folge Spielpraxis nur in Testspielen sammeln konnten. Und: Die Mannschaft steht unter Druck, endlich die Negativserie bei Auswärtsspielen zu beenden. Seit dem 9. September 2011, also seit satten fünf Monaten, ging die SpVgg auf fremden Plätzen achtmal in Serie als Verlierer vom Platz.

„Unsere Auswärtsbilanz ist bekannt, die ist nicht positiv“, erinnert auch Cheftrainer Heiko Herrlich an die Reihe von Enttäuschungen. Doch negativ hängengeblieben sei meistens nicht die Leistung, sondern nur das Ergebnis, betont er. Zuletzt allerdings gab’s kräftig auf die Mütze. Das 1:5 in Chemnitz war die höchste Klatsche der Saison. Da tut es gut, sich an das Hinspiel gegen Jena zu erinnern. Das 6:0 im Sportpark war der höchste Sieg in dieser Spielzeit.

Viel geändert hat sich für die Thüringer seitdem nicht, wenn man die nackten Zahlen und die Tabelle betrachtet. Als Vorletzter fehlen Jena aktuell bereits neun Punkte ans rettende Ufer. Zwar hat Jena zwei Spiele weniger als der Siebzehnte Darmstadt, eine Heimpleite gegen Unterhaching könnte aber schon eine kleine Vorentscheidung im Kampf gegen den Abstieg bedeuten.

Entscheidender für die Partie heute dürfte aber sein, wie sich die Kontrahenten durch die witterungsbedingten Zwangspausen gekämpft haben. Die Gastgeber traf es noch härter als die SpVgg, sie durften im Jahr 2012 erst einmal spielen, erreichten vor einem Monat immerhin ein 1:1 gegen Saarbrücken. „Sie wissen aber sicher überhaupt noch nicht, wo sie stehen“, glaubt Herrlich. Sein Team konnte immerhin zweimal ran - mit zwei Niederlagen war das aber auch nicht erfreulich.

Nun gibt der Hachinger Coach zu, dass sein Team in „eine Abwärtsspirale“ zu rutschen droht. „Zuletzt in Chemnitz sind wir auseinandergenommen worden. Das trägt nicht dazu bei, dass wir viel Selbstvertrauen haben. Uns muss schon klar sein, dass sich das in Köpfen negativ festsetzt, wenn eine dritte Niederlage dazukommen würde.“ So baut er auf die noch intakte Moral des Teams und auf den durch vier Neuzugänge im Winter homogener besetzten Kader. Von den Neulingen darf sich vor allem Offensivmann Roman Prokoph (26) Chancen auf ein Debüt in der Startelf ausrechnen. Er überzeugte im Training und nutzte die Chance im Testspiel gegen den FC Ingolstadt II mit zwei Toren.

SpVgg: Riederer - Schwabl, Ziegler, Drum, Stegmayer - Prokoph, Thiel, Yilmaz, Bigalke - Niederlechner, Tunjic.

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