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Karlsfeld düpiert Landesligist FC Pipinsried bei Trainingskick

Karlsfeld düpiert Landesligist FC Pipinsried bei Trainingskick

TSV Eintracht Karlsfeld - Eigentlich gibt es nichts zu berichten, denn das Vorbereitungsspiel zwischen dem TSV Eintracht Karlsfeld und dem FC Pipinsried fand offiziell gar nicht statt. Schiedsrichter Boris Konrad (FT Gern) befand den Karlsfelder Kunstrasen für nicht bespielbar.

© kra

Das 3:0 für den TSV Eintracht Karlsfeld durch Kapitän Robert Körner. FCP-Neuzugang Daniel Miethaner kann nur hinterher schauen.

Doch für einen gemeinsamen Trainingskick langte es allemal.

Der Kunstrasen war gut geräumt, gleichwohl rutschig. Zwei Tage zuvor hatte der Kader des TSV dort sein erstes Training nach der Winterpause absolviert. So einigten sich die Verantwortlichen beider Vereine schnell auf eine gemeinschaftliche Übungseinheit. FCP-Trainer Jürgen Schäfer und sein Gegenüber Michele Lombardi steckten die Köpfe zusammen und ersannen die Spielform „Elf gegen Elf“.

Anscheinend war diese Variante des gemeinsamen Übens ungewohnt für die Gelb-Blauen. Denn ehe es sich die Landesliga-Kicker versahen, lagen sie mit 0:3 gegen die Bezirksligisten hinten. Zum einen erwies sich die Defensive der Pipinsrieder als indisponiert – und zwar im Wortsinne: Die beiden großen Innenverteidiger Daniel Miethaner und Christian Adrianowytsch taten sich schwer auf dem rutschigen Geläuf, dem dritten Torwart Daniel Mertl war zudem die mangelnde Spielpraxis deutlich anzumerken.

Die kleineren und leichteren TSV-Kicker taten sich leichter

Die kleineren und leichteren TSV-Fußballer um Kapitän Robert Körner, Domenico Tanzillo und den Spielertrainer Michele Lombardi wussten besser mit den Bedingungen umzugehen. Sie ließen den Ball laufen und suchten erst im Strafraum die Eins-gegen-Eins-Situationen. Im Gegensatz zu den Pipinsriedern, die sich zumeist schon im Mittelfeld oder auf den Außenpositionen fest liefen.

Schäfer war entsprechend sauer, erst der Anschlusstreffer durch Michael Holzhammer (28.) beruhigte ihn wieder ein wenig. Am Spielverlauf änderte sich allerdings nichts: Karlsfeld kontrollierte weiterhin Ball und Gegner, vom gefühlten Regionalligisten war wenig zu sehen.

Mit dem 2:4 zur Halbzeit waren die Gelb-Blauen noch gut bedient. In der Kabine heizte Schäfer seinen Mannen vermutlich mächtig ein, er wechselte zudem gleich fünf Spieler aus. Die begannen nach dem Seitenwechsel auch wie die Feuerwehr, vor allem Shpetim Sulimani wirbelte in den Anfangsminuten. Neuzugang Hakan Karabudak, bisher TSV 1865 Dachau, zog es mehr in die Mitte, er gab nun den Takt. Mit Michael Hutterer auf der rechten Außenbahn hatte der Türke einen Kombinationspartner gefunden.

Lombardi hatte seinerseits vier frische Kräfte gebracht und offensichtlich eine Kontertaktik ausgegeben. Das reichte. Vor dem Tor blieb die FCP-Offensive weitgehend harmlos: Erst in den Schlussminuten erzwang sie einen Treffer. Ihren Trainer konnten die Dorfclub-Athleten damit nicht versöhnen: Schäfer sprach von einer „katastrophalen ersten Halbzeit“ und einer zweiten Hälfte, die nur ein bisschen besser gewesen sei. Lombardi hingegen zeigte sich naturgemäß sehr zufrieden, insbesondere über die ersten 45 Minuten. Verletzt hat sich übrigens keiner der Akteure.

Stenogramm

TSV Eintracht Karlsfeld: Hartl, Oswald, Güngör, D. Schäffer, Schiller (46. A. Lombardi), Marseglia, Körner, F. Schäffer, M. Lombardi (46. Bürgmann), Tanzillo (46. Raqi), Dietl (40. Palumbo)

FC Pipinsried: Mertl (46. Brenner), Hüttner, Miethaner, Adrianowytsch (46. Atilgan), Leidenberger, Horky, Karabudak, Kubica (46. Hutterer), Schön (46. Ilic), Luzzi, Holzhammer (46. Sulimani)

Schiedsrichter: Carmine Tanzillo (Karlsfeld)

Zuschauer: 50

Besondere Vorkommnisse: Schiedsrichter Boris Konrad (FT Gern) pfeift das Spiel nicht an; die Vereine einigen sich darauf, eine gemeinsame Trainingseinheit zu absolvieren.

Tore: 1:0 (7.) – Ein Rückpass von Daniel Miethaner auf Daniel Mertl gerät zu kurz. Michele Lombardi sprintet dazwischen und legt quer auf Fabian Schäffer, der mühelos einschiebt. 2:0 (15.) – Fabian Schäffer flankt von halblinks an den Strafraum, Michael Dietl kann ungestört aus zehn Metern Distanz scoren. 3:0 (18.) – Mertl unterläuft eine Flanke von Michele Lombardi, Robert Körner steht goldrichtig und bugsiert das Spielgerät in den leeren Kasten. 3:1 (28.) – Michael Holzhammer meldet sich zurück. Der Torjäger der letzten beiden Serien staubt aus sechs Metern ab. 4:1 (36.) – Nach schönem Zuspiel von Spielertrainer Michele Lombardi geht Tanzillo allein auf Mertl zu und lässt dem Ex-Oberweikertshofner keine Chance. 4:2 (38.) – Wieder Holzhammer. Kubica hat von links in die Mitte zurückgelegt, Holzhammer hält den Fuß hin. 4:3 (83.) – Kopfballtreffer durch Nikola Ilic aus fünf Meter Distanz. Die Maßflanke schlug Stefan Horky.

von Horst Kramer

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