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Franco Simon und TSV Pentenried gehen getrennte Wege

Franco Simon und TSV Pentenried gehen getrennte Wege

Pentenried - Der TSV Pentenried muss sich ab sofort nach einem neuen Trainer umschauen. Denn der bisherige Coach Franco Simon wird den Pentenriedern in der Rückrunde nicht mehr zur Verfügung stehen.

Nachdenklich präsentierte sich Franco Simon zuletzt am Spielfeldrand. Er war mit seinem Team oft unzufrieden. a-foto: svj

In beidseitigem Einvernehmen haben sich der TSV Pentenried und sein Trainer Franco Simon getrennt. Nach dreieinhalb Jahren haben sich der Verein und Simon Ende der vergangenen Woche in einem gemeinsamen Gespräch darauf verständigt, ab sofort getrennte Wege zu gehen. „In Pentenried war es sehr schön. Aber jetzt war es an der Zeit, einen Strich zu machen“, so Simon, der mit dem TSV im Jahr 2010 A-Klassen-Meister wurde und in die Kreisklasse aufstieg. Seit dem Aufstieg lief es allerdings nicht mehr so, wie es sich der Trainer vorstellte. Die Einstellung in großen Teilen der Mannschaft ließ nach Auffassung des Trainers zu wünschen übrig. „Das letzte halbe Jahr war ich unglücklich, weil die Mannschaft nicht so mitgezogen hat, wie ich mir das erhofft habe“, sagt der Coach. „Es war einfach nicht mehr so, wie es zu Beginn war.“ Zu dieser Zeit arbeitete die Mannschaft nach dem dritten Platz im Jahr 2009 eine Saison darauf leidenschaftlich am Ziel des Kreisklasse-Aufstieges. Das lange ersehnte Ziel des Vereines wurde erreicht. In der Kreisklasse lief es ab der vergangenen Saison dann aber nicht mehr so gut. Trotzdem ist Simon, der in letzter Zeit im privaten Bereich einige Veränderungen erlebte, mit dem Erreichten zufrieden.

„Alle Ziele, die wir hatten, haben wir verwirklicht“, so Simon. Seit Beginn der Saison tritt die Mannschaft allerdings etwas auf der Stelle und steckt erneut im Abstiegskampf. „Vielleicht ist es jetzt der richtige Zeitpunkt, sich zu trennen, weil man sich sonst womöglich blockiert“, sagt Vereinssprecher Benjamin Gam.

Das schleichende sportliche Stagnieren habe sich bereits schon länger abgezeichnet. „Wir haben in letzter Zeit Motivationsprobleme gesehen. Wenn es nicht läuft, dann bietet der Trainer immer eine Angriffsfläche. Aber die Mannschaft hat auch ihren Teil dazu beigetragen. Das ist dann wie ein Negativkreislauf“, sagt Gam. Jetzt ist die Personalie, die im Sommer von Vereins- sowie von Trainerseite bereits zur Diskussion stand, vom Tisch. Die Vereinsverantwortlichen müssen sich nach einem Kandidaten umschauen. „Ein Spielertrainer wäre mir ganz recht, weil unsere Spieler manchmal noch zu brav sind und Erfahrung gebrauchen könnten“, so Gam, der von dem neuen Mann erwartet, „Feuer und frischen Wind hereinzubringen“. Eine Lösung aus den eigenen Reihen sei für Gam auch möglich. Gam selbst, der aktuell die zweite Mannschaft betreut, möchte indes eher nicht einspringen.

„Interimsmäßig vielleicht, aber ich möchte erst einen Trainerschein machen, bevor ich so ein Amt antrete“, so Gam, der mit der Nachfolger-Suche betraut wurde. Während die Zukunft beim TSV bezüglich eines neuen Trainers noch ungewiss ist, hat Simon konkrete Vorstellungen für seinen sportlichen Werdegang. „Ich möchte weiterhin gerne als Trainer arbeiten“, sagt Simon, der sich gerne an die letzten Jahre in dem von der Mannschaft als „City“ getauften Ort erinnert. „Diese Zeit möchte ich nicht missen. Im dritten Jahr war vielleicht etwas die Luft raus, aber insgesamt war die ‚City’-Zeit sehr schön.“ So wird Simon nach seinen Trainerstationen im Herrenbereich beim FC Gauting, dem TSV Grasbrunn und dem TSV Pentenried wohl bald wieder als Trainer auftauchen.

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